Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

Was ist Gelbfieber und warum sollte ich mich impfen lassen?
Gelbfieber ist eine akut lebensbedrohende Infektionskrankheit, welche bei ungünstigem Verlauf
tödlich endet. Übertragen wird sie durch Mücken. Erreger ist das Gelbfiebervirus. Es kommt in
bestimmten tropischen Regionen in Südamerika und Afrika vor, die von derWeltgesundheitsorg-
ganisation (WHO) zu Gelbfieberverbreitungszonen deklariert wurden. In Gebieten mit Vor-
kommen von Gelbfieber ist eine Übertragung in ländlichen aber auch instädtischen Regionen
 möglich. Zu Ihrem persönlichen Schutz ist es notwendig, sich spätestens 10 Tage vor Einreise
in diese Gebiete gegen Gelbfieber impfen zu lassen. Daneben verlangen viele Länder die Vor-
lage einer international gültigen Bescheinigung (Impfpass) über eine Gelbfieberimpfung, wenn
Sie aus einem der Länder mit Gelbfieberinfektionsgebieten einreisen wollen.

So verläuft eine Gelbfieberimpfung:
Die gut wirksame und im allg. gut verträgliche Gelbfieberimpfung erfolgt mit einem sog.
„Lebend-Virusimpfstoff“, d. h. abgeschwächte Gelbfieber-Impfstoffviren werden unter die Haut
des Oberarmes gespritzt. Während der ersten 2-7 Tage nach der Impfung kommt es zu einer
Vermehrung der Impfviren. Dadurch wird Ihr Immunsystem zur Bildung von Abwehrstoffen
(Antikörper) angeregt. 10 Tage nach der Impfung verfügen Sie über einen wirksamen Impfschutz
gegen dieGelbfiebererkrankung, der nach heutiger Kenntnis lebenslang anhält.
Leider gibt es heute noch in vielen Ländern die Auflage, eine Gelbfieberimpfung alle 10 Jahre
aufzufrischen.


Mögliche Reaktionen nach der Impfung:
Bei 20-25% der Geimpften kommt es innerhalb von 1-3 Tagen nach der Impfung, selten länger
anhaltend, zu einer Lokalreaktion an der Impfstelle mit einer geringen Rötung, Schwellung oder zu
leichten Schmerzen, teilweise mit Beteiligung der zugehörigen Lymphknoten und zu Kopfschmerzen.
Bei bis zu 10% kommt es innerhalb von 4-7 Tagen nach der Impfung zu grippeähnlichen Symptomen
wie leichtem Fieber, Abgeschlagenheit, Gelenk- und Gliederschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und
Durchfall, gelegentlich auch Bauchschmerzen. In der Regel klingen diese Impfreaktionen rasch und
folgenlos wieder ab und machen keine ärztlicheBehandlung erforderlich.


Sehr selten beobachtete Reaktionen:
Bei Allergien speziell gegen Hühnereiweiß oder andere Bestandteile des Impfstoffes können Minuten bis Stunden nach der Impfung allgemeine Überempfindlichkeitsreaktionen wie Nesselsucht, Schleimhautschwellungen im Rachen mit Luftnot und evtl. Schockzustände auftreten.
Allergische Spätreaktionen mit unterschiedlichen Hauterscheinungen oder Schmerzen in Muskeln und Gelenken sowie noch seltener Verminderung der Blutplättchen (Thrombozyten) mit Blutungsneigung können bei Impflingen mit besonderer Allergieneigung bis zu zwei Wochen nach der Impfung auftreten. Sehr selten kam es nach der Erstimpfung zu einer Entzündung des Gehirns oder der Hirnhäute oder einer schweren gelbfieberartigen Erkrankung anderer Organe. Insgesamt sind weltweit ca. 30 Fälle mit schweren Nebenwirkungen und 17 Todesfälle bei über 400 Millionen Geimpften aufgetreten.
In Deutschland sind bisher keine Todesfälle berichtet worden. Da das Risiko für schwere Nebenwirkungen bei älteren Personen erhöht zu sein scheint, sollten – laut Gebrauchsinformation des Gelbfieberimpstoff-Herstellers zu STAMARIL®- Erstimpfungen bei Personen über 60 Jahre nur durchgeführt werden, wenn ein hohes und unvermeidbares Risiko einer Gelbfieber-Infektion vorliegt. Gehören Sie zu dieser Gruppe, besprechen Sie das weitere
Vorgehen mit Ihrem Arzt. Da bei einigen Impflingen mit schweren Nebenwirkungen organische oder funktionelle Thymuserkrankungen vorlagen, sollte dies als zusätzliches Risiko für schwere Nebenwirkungen berücksichtigt werden.

Eine Impfung sollte nicht durchgeführt werden bei :

  • akuten oder chronischen Infektionen,
  • Erkrankung des Nervensystems, schweren Lebererkrankungen, Überempfindlichkeit (Allergie) gegen Hühnereiweiß oder Impfstoffbestandteile
  • Erkrankung des körpereigenen Abwehrsystems (u.a. symptomatische HIV-Infektion oder HIV-Infektion mit einer Zahl von unter 200 Helferzellen/µl)
  • immunsuppressiver Behandlung (z.B. systemischer Cortisonbehandlung(Tabletten oder Spritzen) oder andere Immunsuppressiva), Strahlen- undChemotherapie,
  • bestehender Schwangerschaft, gegenwärtiger Behandlung von Allergien durch Desensibilisierung, Zustand nach Thymusdrüsenentfernung oder –fehlfunktion und nicht bei Säuglingen unter 9 Mo.


Weitere Lebendimpfungen wie Mumps, Masern, Röteln und Windpocken können nur gleichzeitig oder im zeitlichen Abstand von 4 Wochen vor, bzw. nach der Gelbfieberimpfung gegeben werden.
Andere Impfungen und auch die Gabe eines Immunglobulinpräparates (Antikörperpräparat z.B. zur Hepatitisvorbeugung) müssen dem Impfarzt mitgeteilt werden.
Die Impfviren werden nicht auf Kontaktpersonen übertragen; die Impfung ist also für andere Familienangehörige ungefährlich, z.B. für eine in der Umgebung lebende Schwangere oder kleine Kinder.

Falls einer der hier genannten Umstände auf Sie zutrifft oder Sie sich unsicher sind, ob Sie eine
Gelbfieberimpfung erhalten dürfen, teilen Sie Ihre Zweifel dem Impfarzt mit.

Verhalten nach der Impfung:
Für die Dauer von 1 Wo.nach der Impfung sollten Sie sich keinen starken körperlichen Anstrengungen aussetzen (Leistungssport, Operationen, Sauna) und Sonnenbäder sowie übermäßigen Alkoholgenuss vermeiden.
Für 4 Wo.nach der Impfung dürfen Sie kein Blut spenden.
Für die Dauer von 3 Monaten, mindestens jedoch für 4 Wo.nach der Impfung ist eine Schwangerschaft zu vermeiden. Eine Impfung in der Schwangerschaft oder eine Schwangerschaft nach der Impfung ist aber keinGrund für einen Schwangerschaftsabbruch.
Während der Stillzeit sollte nicht geimpft werden.
Sollten im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung Symptome auftreten, die Sie auf die Impfung zurückführen, konsultieren Sie einen Arzt.

Cookie-Regelung

Diese Website verwendet Cookies, zum Speichern von Informationen auf Ihrem Computer.

Stimmen Sie dem zu?