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Was versteht man unter Malaria?

Die Malaria ist eine infektiöse Erkrankung, ausgelöst durch Plasmodien. Diese nur einige Mikrometer großen, einzelligen Parasiten müssen, um sich fortzupflanzen, andere Lebewesen befallen und sich in ihnen vermehren. Die weibliche Anophelesmücke ist der Hauptwirt des Plasmodiums, der Mensch dient dem Parasiten nur als Zwischenwirt.

Die Plasmodien vermehren sich zunächst in der Mücke. Sie werden dann mit dem Saugakt auf den Menschen übertragen. Nach der Übertragung „verschwinden“ sie bereits sie nach einigen Sekunden in die Leber, um der Immunabwehr des Menschen zu entgehen.

In der Leber machen sie einen weiteren Entwicklungszyklus durch, verändern ihre Gestalt und werden wieder in die Blutbahn entlassen. Der Zeitpunkt dieser Entlassung ist abhängig von der Plasmodiengattung (4 Arten sind für den Menschen krankheitserregend) und von der Abwehrlage des befallenen Menschen.

Von dort gelangen sie in die roten Blutkörperchen (Erythrozyten), verändern wieder ihr Erscheinungsbild und vermehren sich im roten Blutkörperchen, das schließlich durch die große Menge von Plasmodien zum Platzen gebracht wird. Es werden immer mehr Erythrozyten befallen und funktionsunfähig.

Der Mensch zeigt Krankheitsymptome oft in Form von hohem, wiederkehrendem, periodischem Fieber, Schüttelfrost, Magen-Darmbeschwerden und Krämpfen. Besonders bei Kindern, Schwangeren und immungeschwächten Patienten kann diese Erkrankung rasch zu Koma und Tod führen und verläuft gerade hier oftmals atypisch.

Weitere Informationen

Wichtig ist bei unklarem Fieber, aber auch bei atypischer Durchfallerkrankung von Reiserückkehrern aus Malariaverbreitungsgebieten,  an diese Erkrankung zu denken und sie mit in die Diagnostik einzuschließen.

Malariaprophylaxe oder wie schütze ich mich richtig?

  1. Vermeiden von Insektenstichen, eine sogenannte Expositionsprophylaxe , ist immer angezeigt und ein Hauptthema bei jeder Reisemedizinischen Beratung
  2. Medikamentöse Vorbeugung, sogenannte Chemoprophylaxe 

Es gibt verschiede medikamentöse Ansätze, die in den oben beschriebenen Entwicklungszyklus des Plasmodium eingreifen.

Keines der Medikamente verhindert jedoch die Infektion, das Eindringen des Erregers in den Menschen und kann, in vorbeugender Dosis genommen, nicht zu 100 % einen Malariaausbruch verhindern. Außerdem gibt es je nach Reisegebiet eine zunehmende  Resistenzbildung gegen Medikamente zu bedenken.

Deshalb ist in jedem Einzelfall eine sorgfältige Risiko-Nutzen-Abwägung  zu treffen.  Wir beraten Sie hierzu.

 

Weitere Informationen der Dt. Gesellschaft f. Tropenmedizin

Wie verhalte ich mich im Erkrankungsfall?
Wo liegen die Malariaverbreitungsgebiete?
Wo befinden sich tropenmedizinische Zentren in meiner Nähe?

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